Herz-Bildgebung

Basiswissen Herzinsuffizienz

Der Begriff „Herzinsuffizienz“ umfasst  nicht nur die verminderte Pumpfunktion (systolische Herzinsuffizienz), sondern auch die gestörte Herzfüllung bei normaler myokardialer Funktion (diastolische Herzinsuffizienz).

In der Chronologie und Pathophysiologie werden unterschieden:

Die akute Herzinsuffizienz entwickelt sich in Stunden bis Tagen. Ursachen sind der akute Myokardinfarkt, die Lungenarterienembolie, foudroyante Myokarditiden, tachykarde oder bradykarde Rhythmusstörungen und akute Klappeninsuffizienzen.

Die chronische Herzinsuffizienz entsteht über Monate bis Jahre. Anfangs versuchen Kompensationsmechanismen, die reduzierte Pumpleistung durch Tachykardie, myokardiale Hypertrophie und periphere Vasokonstriktion auszugleichen. Im Stadium der Dekompensation kommt es zu peripheren Ödemen und zur Belastungs- bzw. Ruhedyspnoe.

Die Linksherzinsuffizienz führt zum Blutrückstau in den Lungenkreislauf mit Husten, Atemnot und zum Lungenödem.

Die Rechtsherzinsuffizienz verursacht einen venösen Rückstau in den Körperkreislauf mit Ausbildung von Beinödemen, Aszites und Pleuraergüssen.

Die globale Herzinsuffizienz führt zu Symptomen der Links- und Rechtsherzinsuffizienz. In der Nacht werden die Gewebsödeme mobilisiert und über die Nieren ausgeschieden, was das Leitsymptom der Nykturie erklärt.

Beim Vorwärtsversagen kann kein ausreichender Systemdruck aufgebaut werden.

Das Rückwärtsversagen ist durch einen Blutrückstau in die Körper- und Lungenkreisläufe charakterisiert.

Beim High-output-failure ist infolge einer Anämie, Hyperthyreose, arteriovenöse Fistel oder Sepsis das Herzzeitvolumen bei normaler Pumpkraft des Herzens stark erhöht.

Die klinische Graduierung der Herzinsuffizienz wird nach den Kriterien der New York Heart Association (NYHA) vorgenommen:

NYHA-
Klasse
Kriterium
I in Ruhe beschwerdefrei,
bei hohen Belastungen keine Beschwerden
II in Ruhe beschwerdefrei,
bei schweren Belastungen Beschwerden
III in Ruhe beschwerdefrei,
bei leichten Belastungen Beschwerden
IV

in Ruhe schon Beschwerden,
keine leichten Belastungen möglich

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