Beiträge zu bildgebenden Diagnostik an der Hand

Übersicht zur Handwurzel

Die Handwurzel ist ein anatomisch und funktionell komplex aufgebautes Gelenk mit vielfältigen Freiheitsgraden.

Anatomie und Funktion der Handwurzel

Mit ihrem Aufbau aus mehreren kleinen Gelenken weist sie beträchtliche Bewegungsumfänge in den koronalen und sagittalen Ebenen auf.

  Charakteristischerweise sind in diesen Ebenen die Radialduktion mit der Flexion sowie die Ulnarduktion mit der Extension kombiniert. Zusammen mit den Umwendbewegungen im distalen Radioulnargelenk resultieren Bewegungsgrade in den drei Raumebenen. Sowohl ihre anatomische Konstruktion als auch ihre artikulären Freiheitsgrade machen die Handwurzel anfällig gegenüber Krafteinwirkungen von außen, insbesondere der axialen Stauchung. Trotzdem ist die Handwurzel vergleichsweise stabil und kann externen Krafteinflüssen widerstehen. Ihre Stabilität wird hauptsächlich durch das Prinzip der „dynamischen Unterstützung“ gewährleistet.

Karpale Stabilität

Die karpale Stabilität ist charakterisiert durch die Fähigkeit der Handwurzel, eine Balance zwischen den Gelenkspartnern unter physiologischer Belastung und Bewegung aufrecht zu erhalten. Im Zustand des Gleichgewichts wird jede externe Kraft mit einer Gegenkraft und dem Ziel beantwortet, den artikulären Ausgangszustand wieder herzustellen, ohne die Gelenksflächenkongruenz zu verlieren.

In den nachfolgenden Beiträgen werden die Anatomie und Funktion der Handwurzel unter Einbezug der normaler und pathologischer Röntgenbefunde erläutert.

Weiterführende Literatur

Gilula LA. Carpal injuries: Analytic approach and case exercises. Am J Roentgenol 1979;133:503-517

Linscheid RL, Dobyns JH, Beabout JW, Bryan RS. Traumatic Instability of the Wrist. Diagnosis, Classification, and Pathomechanics. J Bone Joint Surg 1972: 54A: 1612-1632

Schmitt R, Fröhner S, Coblenz G, Christopoulos G. Carpal instability. Eur Radiol 2006;16:2161-2178

Schmitt R, Lanz U (Hrsg.). Bildgebende Diagnostik der Hand. Thieme. Stuttgart 2004

Taleisnik J. The Wrist. Churchil Livingstone. New York, Edinburgh 1985

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