Beiträge zu bildgebenden Diagnostik an der Hand

Weichteil- und Knocheninfektionen

An der Hand sind werden erregerbedingte Gelenkentzündungen und Osteomyelitiden meist durch die direkte Implantation von Erregern (offene Frakturen, Gelenk-/Knochenoperationen) oder durch die Weiterleitung einer Infektion (über Entzündungen der Nägel, der Fingerweichteile und der Sehnenscheiden) verursacht, nur sehr selten durch die hämatogene Streuung von Erregern. Spezielle Entzündungsformen sind die chronisch rekurrente multifokale Osteomyelitis (CRMO) und die Tuberkulose des Knochens und der Sehnenscheiden.

Weichteilentzündungen werden gewöhnlich anhand von klinischen und laborchemischen Befunden diagnostiziert. Bei oberflächlichen Infektionen wie der eitrigen Sehnenscheidenentzündung können Abszesse auch mit der hochauflösenden Sonographie nachgewiesen werden. Wenn jedoch die tiefer gelegenen Handkompartimente (Thenarraum, Hypothenarraum, Perona-Raum, Karpaltunnel, Mittelhandraum) in die eitrige Entzündung einbezogen sind, kann mit der kontrastverstärkten MRT die Ausdehnung des Abszesses wesentlich genauer bestimmt werden. Die Skelettszintigraphie kann frühzeitig eine begleitende Osteomyelitis ausschließen. Bei der akuten, bakteriellen Gelenkentzündung vermag die kontrastverstärkte MRT synoptisch die intra- und extraartikuläre Ausbreitung des Entzündungsweges darzustellen. Im Röntgenbild lassen sich die entzündlichen Direktzeichen erst Wochen bis Monate später nachweisen.

 

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