Beiträge zu bildgebenden Diagnostik an der Hand

Läsionen des TFCC

Der TFCC (triangular fibrocartilage complex) ist zwischen dem Ulnakopf und der proximalen Handwurzel interponiert und dient als Pufferkissen für die Handwurzel und als Stabilisator des distalen Radioulnargelenks. Pathoanatomisch besteht der TFCC zentral aus dem avaskulären Discus ulnocarpalis (TFC) und peripher aus mehreren gut vaskularisierten Ligamenten.

Mögliche Ursachen für TFCC-Schädigungen können traumatisch (Klasse Palmer I), degenerativ (Klasse Palmer II) oder kombiniert degenerativ-traumatisch sein. Häufig kann die exakte Ursache jedoch nicht ermittelt werden. Traumatische Diskus-(TFC)Rupturen manifestieren sich häufiger an dessen ulnarer Fixation (Abb. a und b), wohingegen degenerative Läsionen meist im zentralen Diskusabschnitt lokalisiert sind (Abb. c und d). Wichtig ist die Erkenntnis, dass immer eine enge Beziehung zwischen einer TFCC-Läsion und einer hieraus resultierenden Instabilität im distalen Radioulnargelenk besteht (Abb. d).

Die MRT-Diagnostik von TFCC-Läsionen basiert auf drei Säulen:

Die native MRT ist nur dann aussagefähig, wenn ein in T2-Sequenzen signalreicher Erguss einen Defekt im Discus ulnocarpalis abgrenzen lässt.

In der kontrastverstärkten MRT können akute und subakute Rupturen in der vaskularisierten TFCC-Peripherie anhand eines Enhancement am fibrovaskularisierten Reparationsgewebe erkannt werden.

Mit der MR-Arthrographie – ebenso mit der CT-Arthrographie – werden sowohl zentrale als auch periphere TFCC-Schädigungen am sensitivsten nachgewiesen (Abb. b). Wirkprinzipien des intraartikulären Kontrastmittels sind die Distension und der verbesserte T1-Kontrast an den Strukturen des ulnokarpalen Komplexes (TFCC).

TFCC-Läsionen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einige Fallstricke in der MRT-Diagnostik des TFCC müssen berücksichtigt werden:

Der Discus ulnocarpalis entspringt am hyalinen Gelenkknorpel der Incisura ulnaris radii. Der Gelenkknorpel ist in allen Sequenzen signalreich und darf nicht mit einer Ruptur des Typs I A nach Palmer verwechselt werden.

Der dreieckförmige Discus ulnocarpalis (TFC) verschmälert sich nach ulnar zum Processus styloideus ulnae hin. In dorsalen und palmaren MRT-Schichten läuft er deshalb aus der Koronalebene heraus, was nicht Anlass zur Annahme einer ulnaren Läsion geben darf.

Schichtdicken von 3mm können Pseudoläsionen aufgrund des Teilvolumeneffekts vortäuschen. Ideal sind am TFCC isotrope 3D-Datensätze mit 0,5mm Partitionsdicke.

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