Beiträge zu bildgebenden Diagnostik an der Hand

Karpale Luxationsfrakturen

Am distalen Unterarmabschnitt und an der Handwurzel können durch ein Trauma viele Verletzungsmuster mit Kombinationen aus Frakturen und Luxationen hervorgerufen werden. Die Kraftvektoren verursachen Verletzungen entweder entlang des sog. „lesser arc“ (ein Bogen um das Lunatum und durch den Radius und die Ulna) oder entlang des sog. „greater arc“ (ein Bogen mit Verlauf durch das Skaphoid und die distale Handwurzelreihe). Häufig ist eine dorsale Luxation der Handwurzel vergesellschaftet.

In der dorsopalmaren Röntgenaufnahme führen die Verletzungen entlang des „lesser arc“ und des „greater arc“ meist zu einer Unterbrechung und/oder Überlappung der Gilula‘schen Karpalbögen, im seitlichen Röntgenbild zeigt sich das Lunatum ähnlich einer „ausgekippten Teetasse“. Häufigste Verletzungsform ist die de Quervain'sche Luxationsfraktur (Abb. a - c). Da das knöcherne und ligamentäre Verletzungsausmaß in den konventionellen Projektionsradiogrammen häufig unterschätzt wird, empfiehlt sich beim komplexen Handgelenkstrauma, immer eine CT-Diagnostik einschließlich multiplanarer Rekonstruktionen und einer 3D-Darstellung durchführen zu lassen.

de Quervain'sche Luxationsfraktur

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