Beiträge zu bildgebenden Diagnostik an der Hand

Skaphoidpseudarthrose

Sie ist Folge der fehlenden Heilung einer proximalen Fraktur, einer übersehenen oder inadäquat behandelten Fraktur.

Entsprechend den Zeiten der physiologischen Frakturheilung und der nachfolgenden Intervall der verzögerten Heilung sollte von einer Skaphoidpseudarthrose erst ab dem 9. Monat nach dem Unfallereignis gesprochen werden.

  Die Entwicklung einer Skaphoidpseudarthrose unterliegt einem stadienhaften Verlauf:

Stadium I: Es finden sich lineare Resorptionszonen an den Fragmenträndern (a). Der Zustand ist potenziell reversibel.

Stadium II: Ausbildung von randsklerosierten Resorptionszysten in den proximalen und distalen Fragmenten (b). Die Zysten signalisieren die Irreversibilität des Prozesses.

Stadium III: Sklerosierungs- und Abdeckelungsphänomene an den Fragmenträndern (c).

Stadium IV: Ausbildung einer karpalen Arthrose (d). Diese beginnt typischerweise zwischen dem Processus styloideus radii und dem distalen Skaphoidfragment, schreitet anschließend auf das mediokarpale Kompartiment fort und endet schließlich im karpalen Kollaps (SNAC wrist = scaphoid nonunion advanced collapse).

Die CT ist die Untersuchungsmethode der Wahl für die Darstellung der knöchernen Morphologie der Skaphoidpseudarthrose, während nur die kontrastmittelverstärkte MRT Aussagen zur Vitalität des Knochenmarks im proximalen Fragment zu liefern vermag.

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