Beiträge zu bildgebenden Diagnostik an der Hand

Distales Radioulnargelenk

Eine Instabilität kann sowohl aus traumatischen Bandrupturen als auch durch sonstige TFCC-Läsionen resultieren.

  Es gibt zwei Ursachenmöglichen für eine Instabilität im distalen Radioulnargelenk (DRUG):

zum einen die Ruptur der stabilisierenden Bänder (Ligg. radioulnaria dorsale et palmare)
zum anderen Läsionen der übrigen Bestandteile des ulnokarpalen Komplexes (TFCC) durch traumatische oder degenerative Vorgänge. Das MRT-Bildbeispiel dokumentiert die wechselseitige Abhängigkeit beider Krankheitsentitäten.

In der biomechanischen Wertung muss berücksichtigt werden, dass im DRUG die Ulna der fixe Artikulationspartner ist, während der Radius das dislozierte Element repräsentiert.

Die seitliche Röntgenaufnahme des Handgelenks kann Anlass zur fehlerhaften Annahme einer Subluxation sein, weil eine solche bereits durch eine geringe Projektionsänderung vorgetäuscht werden kann. Dem gegenüber wird eine radioulnäre Subluxation in den axialen Schichten der CT und MRT sicher erfasst, wobei Funktionsaufnahmen in Neutralstellung, Pronation und Supination hilfreich sind, wie die nachfolgende
CT-Bilderserie mit den eingezeichneten Hilfslinien nach Mino zeigt.

Aktuelles

Hier finden Sie Hinweise zu Publikationen, Vorträgen und zu unseren Partnern. Für Details bitte in die jeweilige Abbildung klicken.
larsen_fuss_.jpg