Beiträge zu bildgebenden Diagnostik an der Hand

Distale Radiusfraktur

Beim Vorliegen einer intraartikulären Radiusfraktur wird eine ergänzende Bildgebung mittels CT benötigt.

Die CT dient bei intraartikulären Radiusfrakturen der Beantwortung folgender Fragen:

exakter Verlauf der Fraktur in Bezug auf die Gelenkabschnitte des Radius
(Fossa scaphoidea, Fossa lunata, Incisura ulnaris)
Beurteilung der Fragmente hinsichtlich Lage, Größe und Ausmaß der Dislokation
Ausmaß der Gelenkflächenzerstörung (Höhe der Gelenkstufung, Breite der Gelenkdefekte).

Nur in Kenntnis dieser Informationen können mit der CT die Radiusfrakturen exakt nach den gängigen Klassifikationen (AO, Fernandez, Frykman, Melone) eingeteilt werden.

  Im Vergleich zur Radiographie (a, b) erleichtert die 3D-Darstellung der CT (c, d) die Beurteilung des Frakturgebiets und der Fragmente und damit die Planung der Operation.

Zum Nachweis von Begleitverletzungen an der Handwurzel, speziell von traumatischen Läsionen des skapholunären Ligaments und des ulnokarpalen Komplexes (TFCC), eignet sich besonders die CT-Arthrographie. Mit dem postarthrographischen CT-Verfahren werden synoptisch sowohl die knöchernen als auch die ligamentären Verletzungen dargestellt. Im Bildbeispiel findet sich zusätzlich zur intraartikulären Fraktur gleichzeitig auch eine traumatische Ruptur des Lig. scapholunatum im stabilisierenden dorsalen Bandsegment.

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