Gefäß-Bildgebung

Gefäßtrauma

Es liegt eine Läsion der Arterienwand ohne oder mit Weichteilverletzung durch Unfälle oder iatrogene Schädigung im Rahmen von katheterangiographischen Maßnahmen vor.

GefaesstraumaEs werden penetrierende Verletzungen (z.B. Schußverletzung oder Fragmentdislokation) von stumpfen Verletzungen differenziert. Pathoanatomisch können ein Intimaeinriss, eine externe Gefäßkompression durch Hämatome sowie eine komplette Gefäßwanddurchtrennung vorliegen. An Symptomen wird die lokale Blutung aus der verletzten Arterie (Pfeil) von der akuten Ischämie im nachgeschalteten Körperabschnitt unterschieden. Wichtig ist die Kenntnis, dass der periphere Pulsstatus vielfach nicht mit dem Ausmaß der vorgeschalteten Gefäßverletzung korreliert.

MRA-Befunde

Wegen der potenziell lebensbedrohlichen Situation gelangen Gefäßverletzungen wegen der langen Untersuchungszeiten nur selten zur MRA. Die Akutdiagnostik wird in der Regel entweder mittels intraarterieller DSA mit der Option zur Intervention in gleicher Sitzung oder häufig auch mittels MDCT durchgeführt, wobei letztere den Vorteil der synoptischen Präsentation der Gefäß-, Weichteil- und Knochenverletzungen bietet. Die Zeichen der Bildgebung sind:

der Gefäßspasmus mit eng gestellte und flau gefüllte Gefäß sowie mit langsamem Fluss
die Verlagerung einer Arterie durch eine umgebende Weichteilschwellung bzw. Hämatom
der abrupte Gefäßverschluss durch subintimalen Einriss oder Dissektion, häufig mit der Folge einer Sekundärthrombose
das Aneurysma falsum („pulsierendes Hämatom“) mit Kontrastmittelaustritt (Pfeile) und die arteriovenöse Fistel (Pfeile), die durch penetrierende Wandtraumen hervorgerufen werden. Beide Entitäten werden an der A. femoris communis durch den Einsatz der Duplexsonographie und der MRA zunehmend nach Katheterangiographien und –interventionen nachgewiesen.

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