Gefäß-Bildgebung

Stenosenmorphologie

In der MRA wird das Erscheinungsbild einer Stenose von anatomischen und technischen Faktoren bestimmt
von der Stenosenmorphologie mit Unterscheidung von der konzentrischen Stenose, die durch eine zirkuläre Gefäßwandverdickung verursacht wird, von der exzentrischen Stenose als Resultat eines umschriebenen Plaques.
von Flussphänomenen im Stenosensegment. Intrastenotisch kommt es zur Flussbeschleunigung mit Jetphänomenen, poststenotisch im Randbereich zu Turbulenzen mit Flussverwirbelung und ggfs. zur Flussumkehr. Flussphänomene können zur Spindephasierung und zur Signalauslöschung führen.
von der Geometrie der Akquisitionsparameter. Eine hochgradige Stenose mit filiformem Restlumen kann sich in der MRA als sog. Pseudookklusion darstellen. Dünne Partitionsschichten reduzieren die Wirksamkeit des Partialvolumeneffekts.
von der Methode der Bildrekonstruktion (MIP, thinMIP, VRT etc.). Beim Verdacht auch eine Stenose wird empfohlen, eine Einzelanalyse der Partitionsschichten („source images“) vorzunehmen, um Rekonstruktionsartefakte zu erkennen.

StenosenmorphologieQuantifizierung von Stenosen

In der quantitativen Analyse werden Diameterstenosen von Flächenstenosen unterschieden:
Bei der Diameterstenose nach der NASCET-Methode werden die Durchmesser in der Stenose und im normallumigen Gefäßsegment bestimmt und zueinander in Beziehung gesetzt.
Die Flächenstenose quantifiziert die Querschnittsflächen in der Stenose und im normallumigen Gefäßsegment. Die Gefäßquerschnitte werden senkrecht zum Gefäßverlauf auf der „Centerline“ erstellt. Die Querschnittsplanimetrie kann manuell oder in semiautomatischen Analyseprogrammen vorgenommen werden.

Methodenwertigkeit

Im Vergleich zur Diametermethode hat die Flächenmethode in der Stenosenquantifizierung die höhere Aussagekraft, wenn exzentrische Stenosen vorliegen. Hämodynamisch wirksam ist eine Flächenstenose von 75%, die einer 50%-igen Diameterstenose entspricht. Methodisch ist die dreidimensionale MRA mit Akquisition von annähernd isotropen Voxeln der zweidimensionalen DSA in der Bestimmung des Stenosegrades überlegen. Die Länge eines Gefäßverschlusses wird mit der MRA durch den Nachweis eines retrograden Flusses in der Spätphase genauer im Vergleich zur DSA bestimmt.

Plaquezusammensetzung

An großen Gefäßen kann versucht werden, die Zusammensetzung eines Wandplaques (lipomatös, fibrös und kalzifiziert) mittels T1- und T2-gewichteten Sequenzen zu analysieren.

 

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