Gefäß-Bildgebung

Lokalisationen und Verteilerzonen

Aus klinischer und prognostischer Sicht werden bei der pAVK folgende Lokalisationsmuster unterschieden:

Inflow, Outflow und Verteilerzonen

Typ Lokalisation
I suprainguinal ohne Aa. iliacae externae
II
suprainguinal mit Aa. iliacae externae
III supra- und infrainguinal = "multilevel disease"

Bei pathologischen Gefäßprozessen müssen drei vaskuläreProvinzen beurteilt werden:
der proximale Zustrom („inflow“) als „Anbieter“ vor dem erkrankten Gefäßsegment (meist die aortoiliakale Strombahn),
das Stenosen-/Verschlußsegment einschließlich der Qualität der Kollateralgefäße sowie
der distale Abstrom („outflow“), der als „Abnehmer“ jenseits des erkrankten Gefäßsegments den Therapieerfolg mitbestimmt (meist die femorokrurale Strombahn).

Bei der multilokulären pAVK wird die am weitesten proximal gelegene Läsion zur Verbesserung des Einstroms zuerst behandelt. Ein wichtiges Qualitätskriterium für die  MRA ist die Darstellung von Kollateralgefäßen im Stenosen- bzw. Verschlußsegment. Unterschieden werden Brückenkollateralen, die vom Okklusionsgefäß ausgehen, und Kollateralen aus Nachbargefäßen. Der Ausbildungsgrad der Kollateralisation beeinflusst zusammen mit der klinischen Symptomatik die Therapieentscheidung.

Femorale und popliteale Verteilerzonen

Den sog. Verteilerzonen kommt eine besondere Bedeutung kommt zu, da sie die Kollateralisation und damit die periphere Durchblutung bestimmen:
Die femorale Verteilerzone besteht aus den Gefäßen der Femoralisgabel (Abb. a). Bei isolierter Stenose bzw. Verschluß der A. femoris superficialis (Abb. b) oder der A. femoris profunda (Abb. c) erfolgt die Kollateralisation über das jeweils weniger okkludierte Gefäß. Bei kompletter Okklusion (Abb. d) ist meist die Indikation zur Patchplastik gegeben.
Die popliteale Verteilerzone besteht aus dem Poplitealsegment III und den Anfangssegmenten der Kruralarterien (Abb. a). Die Verteilerzone kann einzeln (Abb. b und c), kombiniert (Abb. d) oder komplett (Abb. e) betroffen sein („Querschnittsverschluss“).

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