Gefäß-Bildgebung

Aortoiliakale Normalanatomie

Vorgestellt werden die MR-angiographische Normalanatomie und Varianten der abdominellen Aorta und  iliakalen Arterien.

Aorta abdominalisAnatomie der aortoiliakalen Gefaesse

Sie erstreckt sich vom Zwerchfell bis zur Aortenbifurkation in Höhe des LWK 4.

Vom suprarenalen Aortenabschnitt entspringen
in Höhe des LWK 1 der Truncus coeliacus
in Höhe der Bandscheibe LWK 1/2 die A. mesenterica superior.

Der infrarenale Aortenabschnitt beginnt ab den Nierenarterien. Es entspringen
in Höhe des LWK 2 die Aa. renales in variablem Abstand zur A. mesenterica superior, wobei die rechte A. renalis meist etwas tiefer abgeht
in Höhe des LWK 3/4 die A. mesenterica inferior
in Höhe des der Aortenbifurkation die A. sacralis mediana, die MR-angiographisch meist nicht darstellbar ist
zu beiden Seiten jeweils vier Aa. lumbales, die beidseits in die Aa. epigastricae inferiores münden und als Kollateralgefäße bei aortoiliakalen Okklusionen dienen.

Iliakalarterien

Die A. iliaca communis verläuft ohne Seitenastabgabe von der Aortenbifurkation bis zur Iliakalgabel, die sich in Höhe der Linea terminalis auf die Iliosakralgelenke projiziert.

Die A. iliaca interna verläuft im kleinen Becken von der Linea terminalis bis zum Foramen ischiadicum, wo sie sich in parietale und viszerale Äste aufteilt. Wichtige Parietalgefäße, die zur Versorgung der Beckenmuskulatur, aber auch als Kollateralgefäße dienen, sind
die A. iliolumbalis (Pfeil in a) als erster Ast der A. iliaca interna
die A. obturatoria (offener Pfeil in a), die über einen R. pubicus Kollateralen zur A. epigastrica inferior bzw. zur A. femoris communis ausbilden kann
die Aa. gluteae superior et inferior, die durch die Foramina suprapiriforme et infrapiriforme zur Gesäßmuskulatur ziehen.

Wichtige Viszeralgefäße zur Versorgung der Beckenorgane sind die A. uterina, die Aa. rectales media et inferior sowie die A. pudenda interna. Diese Gefäße kommen in der Becken-Bein-MRA wegen ihrer Lage außerhalb des Untersuchungsvolumens nicht zur Darstellung.

Die A. iliaca externa (Pfeil in c) verläuft bis zum Leistenband, unter dem sie medial des M. iliopsoas (offener Pfeil in c) durch die Lacuna vasorum zieht. An Gefäßen gehen ab
die A. epigastrica inferior (Dreieck in b) mit Verlauf in der Rektusscheide zu den Aa. lumbales (offener Pfeil in b) sowie
die A. circumflexa iliaca profunda mit Verlauf entlang der Darmbeinschaufel und mit Anastomose zur A. iliolumbalis. Diese Seitenäste dienen bei Iliakalarterienstenosen oder –verschlüssen als Kollateralgefäße („epigastrisches Gefäßnetz“).

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