Gefäß-Bildgebung

MRA-Bildnachverarbeitung

Die anatomische Gefäßdarstellung aus den Partitionsschichten erfolgt rechnerisch in den Verfahren des Postprocessings.

Postprocessing in der MR-AngiographieMIP-Rekonstruktion („maximal intensity projections“) stellen die Gefäßanatomie in gewohnter angiographischer Ansicht im Untersuchungsvolumen dar („whole-volume MIP“). 6 oder 12 standardisierte MIP-Ansichten in Winkelabständen von 300 bzw. 150 werden empfohlen. Ein Vorteil des MIP-Verfahrens ist die Unabhängigkeit von einer Intensitätsschwelle. Cave: Exzentrische Stenosen lassen sich in der Zusammenschau einer MIP-Serie sicherer bewerten. Beim Verdacht oder Nachweis einer Stenose in der MIP-Ansicht müssen immer auch die Partitionsschichten des Originaldatensatzes analysiert werden, um Pseudostenosen durch Bild- und Rechenartefakte auszuschließen.

Spezielle Bildinhalte können in der thinMIP-Rekonstruktion („subvolume MIP“), nur Teilvolumina des akquirierten Datensatzes berücksichtigt, selektiv in Doppelangulation rekonstruiert werden. Eine spezielle Nachverarbeitung ist die gekrümmte thinMIP-Rekonstruktion entlang des Gefäßverlaufs.

In der Gefäßdiagnostik kommen MPR-Bilder („multiplanar reconstructions“) als dünnschichtige Rekonstruktionsbilder meist zur Beurteilung von Gefäßquerschnitten in Höhe von Stenosen oder Aneurysmen zum Einsatz.

Im Rekonstruktionsverfahren des Volume-rendering (VRT) werden dreidimensional imponierende Gefäßbilder farbig anhand von Transparenz- und Opazitätsparametern berechnet. Das Volume-rendering spielt nur in der Aneurysmadiagnostik eine Rolle

Eine Bildfilterung mit einem moderat kantenansteilenden Algorithmus verbessert den Gefäß-Hintergrund-Kontrast in MIP-, Subvolumen-MIP- und MPR-Bildern spürbar.

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