Gefäß-Bildgebung

MRA-Sequenzoptimierung

Ein optimierter Gefäß-Hintergrund-Kontrast mit Darstellung der kleinen Gefäße wird durch sequenztechnische Eingriffe erreicht.

Unterdrückung des Hintergrundsignals

Gespoilte Gradientenecho-Sequenz: Durch das Spoiling wird die residuale Magnetisierung vor der nächsten Anregung zerstört.
Bildsubtraktion: Durch Subtraktion der nativen von den kontrastmittelverstärkten Partitionen werden vorbestehende Hintergrundsignale eliminiert. Das SNR reduziert sich um den Faktor √2.
Optimierte Echozeit: Bei 1,5T Flußdichte und einer Echozeit von 2,0 bis 2,5ms wird der Chemical-Shift-Effekt wirksam (Fettgewebs- und Wassermoleküle sind außer Phase).
Selektive Inversionspulse: Spektrale Fettsättigungspulse mit geeigneter Inversionszeit können das Hintergrund-Fettgewebssignal unter Verlängerung der Messzeit unterdrücken.

Strategien zur Vermeidung venöser Überlagerungen

Sequenzparameter zur Meßzeitbeschleunigung
kurze Repetitionszeit
hohe Bandbreite
reduzierte Bildauflösung
reduzierte Phasenkodierschritte bzw. Rechteck-FoV
reduzierte Partitionsanzahl
Partial-Fourier-Techniken


Vermeidung von venösen Überlagerungen

Eine verfrühte Venenkontrastierung führt bei Fußentzündungen zur venösen Überlagerung der Kruralarterien, was in 5 bis 25% aller MRA in Bolus-Chase-Technik der Fall. Folgende Strategien wirken dem entgegen:
Modifikation der Sequenzparameter zugunsten einer besseren Zeitauflösung (verschlechtert jedoch die Ortslösung).
Kontrastmittelsynchroner Sequenzstart durch die fluoroskopische Bolus-Detektion.
Optimierung des Untersuchungsvolumens mit weniger Partitionsschichten.  Die Gefäßanatomie kann gut auf sagittalen Lokalisatoren in PC-, TOF-oder SSFP-Technik plant werden.
K-Raum-Füllung mit Akquisition der zentralen Zeilen während der arteriellen First-pass-Passage des Kontrastmittels.
Biphasische Kontrastmittelinjektion mit einer Flussrate von 1 ml/s für die Becken- und Oberschenkelregion und 0,6 ml/s für die Unterschenkel-Fuss-Region.
Eine kompressionsfreie Lagerung der Wadenmuskulatur verlangsamt den Venenabfluss. Eine dosierte Venenkompression von 60 bis 80mmHg am Oberschenkel mittels Tourniquet vergrößert den interstitiellen Raum und vermindert den Venenfluss.
Hybrid-MRA mit zeitaufgelöster Akquisition der kruropedalen Etage und nachfolgender Boluschase-MRA der Becken-Oberschenkel-Etagen. Die Technik ist auch bei seitendifferenter Flussgeschwindigkeit effektiv in der Vermeidung von Venenüberlagerungen .
Die Technik der Bildsubtraktion eliminiert zuvor appliziertes Kontrastmittel in den Venen (Testbolus, Hybrid-MRA) weitgehend und verbessert die Bildqualität.
Durch die parallele Bildgebung wird die Meßzeit reduziert. Bei einem Beschleunigungsfaktor von 2 nimmt das Signal-Rausch-Verhältnis um √2 ab.
Die Techniken der zeitaufgelösten („time-resolved“) MRA reduzieren die Akquisitionszeit auf bis zu 2 sec pro Etage und finden zunehmend Einsatz in der kruropedalen MRA.

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