Gefäß-Bildgebung

Zeitaufgelöste MRA

Eine bessere Zeitauflösung wird durch eine höhere Abtastfrequenz der Rohdatenzeilen erreicht ("TR-Imaging").

Dabei werden die zentralen K-Raum-Zeilen, die den Bildkontrast erzeugen, häufiger geschrieben als die für die Detailauflösung zuständigen peripheren Zeilen. Der so gewichtete Rohdatenraum wird einer rechnerischen Interpolation zugeführt. Im Ergebnis führen unterschiedliche Interpolationstechniken zur schnelleren Akquisition von 3D-Datensätzen. Es resultieren Bilder mit hoher Zeit- und Ortsauflösung. Herstellerabhängig existieren folgende Modifikationen:

 

Zeitaufgeloeste MRA-TechnikenTRICKS = Time Resolved Imaging of Contrast KineticS: Im K-Raum werden die zentralen Zeilen häufiger als die peripheren Zeilen aufgefüllt. Bei der Bildberechnung wird die Information aus der K-Raum-Peripherie einer Interpolation unterzogen.
CENTRA = Contrast-ENhanced Timing Robust Angiography: Es werden repetitiv die zentralen Zeilen aufgefüllt, während die peripheren Zeilen erst in der letzten TR-Phase geschrieben werden und in die Bildberechnung eingehen.
TWIST = Time-resolved Angiography WIth Interleaved Stochastic Trajectories: Die zentralen Zeilen werden ebenfalls häufiger als die peripheren Zeilen geschrieben. Die resultierenden Rohdaten werden entsprechend ihrer radialen Distanz zur K-Raum-Mitte (sog. Trajektorien) in der Bildberechnung gewichtet.

Die zeitaufgelöste MRA-Technik kann in der kruropedalen Etage bei chronischer Extremitätenischämie effizient angewendet werden. Beispielsweise können mit dem „TR imaging“ 25 Phasen von je 4s Meßdauer akquiriert werden. Ein Nachteil ist der reduzierte Gefäß-Hintergrund-Kontrast.

Einzelstations-MRA der Fußarterien

Die Fußarterien können mit der dezidierten Einzelstations-MRA abgebildet werden, entweder als alleinige Fuß-MRA oder im Rahmen einer Mehretagen-MRA. Wegen der Gefäßdiameter zwischen 1 bis 3mm muss eine hochaufgelöste 3D-GRE-Sequenz mit annähernd isotropen Voxeln (< 1mm3) zur Anwendung kommen. Zur Anwendung kommen klassische und zeitaufgelöste 3D-Verfahren mit fixem Delay:
Kontrastmittelverstärkte 3D-MRA: die Akquisition erfolgt kontinuierlich über mehreren Phasen mit einer GRE-Sequenz (Turbo-FLASH) und einer Zeitauflösung von 15 bis 20s pro Phase.
Zeitaufgelöste 3D-MRA („TR imaging): In ultraschnellen Sequenzen wird durch spezielle K-Raum-Ausleseverfahren eine Zeitauflösung von 2 bis 4s pro Phase erreicht.

Phased-array-Spulen bieten den Vorteil der parallelen Bildgebung. Nach einem nativen Datensatz und fixem Kontrastmitteldelay (z.B. 15s) werden mehrere sukzessive Kontrastphasen kontinuierlich akquiriert. Die  MRA ist der DSA im Nachweis von okkulten Gefäßen überlegen.

Dezidierte Mehrphasen-MRA des Fußes
Orientierung sagittal
FoV 280mm x 210mm
Volumendicke 80mm
Matrix 320 x 320
Partitionsdicke 1,0mm
Voxelgröße 0,75mm x 0,75mm x 1,0mm
Sequenz 3D-GRE gespoilt
TR < 6ms
TE < 2ms
Flipwinkel 300 - 450

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