Gefäß-Bildgebung

MRA-Akquisitionstechniken

Die MRA der Becken-Bein-Fuss-Arterien kann mit unterschiedlichen Techniken durchgeführt werden. Step-by-Step-MRA

In jeder der drei Etagen werden sukzessiv separate Messungen zuerst nativ und dann nach Kontrastmittelapplikation durchgeführt. Zuvor wird für jede Etage die jeweilige Bolustransitzeit bestimmt. Vorteilig ist die etagenadaptierte Anpassung der Akquisitionsparameter. Nachteilig sind der hohe Zeitaufwand und die erhöhte Kontrastmitteldosis durch Mehrfachinjektionen. Die Step-by-step-MRA wird wegen der Verfügbarkeit der Tischverschiebetechnik nur noch selten durchgeführt.

Schrittverschiebe-(Bolus-Chase-)MRA

Mittels automatischer Tischverschiebung werden alle Etagen sukzessive in der Reihenfolge von kranial nach kaudal akquiriert, nach dem zuvor native Datensätze durchgeführt wurden. Zur Vermeidung von venösen Überlagerungen muss die Akquisitionszeit in beiden ersten Etagen klein gehalten werden. Das Kontrastmittel wird mit reduzierten Flussgeschwindigkeiten und meist biphasisch infundiert. Vorteile sind die rasche Durchführbarkeit, der reduzierte Kontrastmittelbedarf sowie die sichere Planung der  Etagenübergänge. Nachteil ist die Gefahr von venösen Überlagerungen in der Unterschenkeletage.

Hybrid-MRA

Sie ist die Kombination aus einer zeitaufgelösten Mehrphasen-MRA der Kruropedalarterien und einer nachfolgenden Schrittverschiebe-MRA der aortoiliakalen und femoropoplitealen Gefäße. Der Untersuchungsgang besteht aus zwei Schritten mit jeweiliger Kontrastmittelapplikation. Vorteil der Hybrid-MRA ist die Darstellung der Unterschenkel- und Fussarterien ohne Venenüberlagerung. Die Methode ist auch bei seitendifferenten Flussgeschwindigkeiten sicher. Die Hybridtechnik ist das Verfahren der Wahl bei chronischer Extremitätenischämie (Diabetes mellitus, Ulzera, Gangrän) und bei arteriovenösen Fisteln.

Kontinuierliche Tischverschiebung

Das aortoiliakale, femoropopliteale und kruropedale Gesamtvolumen wird in einem einzigen Untersuchungsschritt mit kontinuierlichem Tischvorschub gemessen. Die Datenaquisition erfolgt zeitoptimiert im Isozentrum des Magneten mit koronalen, verschachtelten Partitionsschichten. Das MRA-Verfahren bietet mehrere Vorteile: Einfacher und schneller Untersuchungsgang, hohe  Bildqualität im Isozentrum und MIP-Übersichten in gesamter Gefäßausdehnung. Als Nachteil verbleibt die Möglichkeit der venösen Gefäßüberlagerung in der kruropedalen Region.

 

Akquisitionstechniken der MRA: oben-links Step-by-Step-MRA, oben-rechts Boluschase-MRA, unten-links Hybrid-MRA, unten-rechts Moving-Table-MRA