Kulturelles

Das Oktoberfest hat Geburtstag

Das Münchner Oktoberfest feierte im Jahre 2010 einen „runden“ Geburtstag. Genau vor 200 Jahren wurde das berühmteste Volksfest der Welt aus der Taufe gehoben. Anlass wahr die Hochzeit von Kronprinz

Ludwig von Bayern mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen. Die Idee zu diesem Fest kam dem Unteroffizier Franz Baumgartner und Kommandanten Andreas von Dall’Armi, die auf einer Wiese vor den Toren von München am 17. Oktober 1810 ein Pferderennen veranstalteten. Auf diesen Ort sowie auf den Vornamen der Gemahlin gehen die beiden Begriffe „Oktoberfest“ sowie „Theresienwiese“ zurück.

 

  Traditionellerweise wird das Oktoberfest vom Münchner Oberbürgermeister im Festzelt des „Schottenhammel“ mit dem Anstich des ersten Bierfasses, einem „O’zapft is!“ und zwölf Böllerschüssen eröffnet. Die erste Maß gehört dem bayerischen Ministerpräsidenten. Extra für das Oktoberfest wird ein helles, untergäriges Festbier von den Münchner Traditionsbrauereien angeboten. Gegenüber dem normalen „Hellen“ hat es eine höhere Stammwürze und mit ca. 6% auch einen höheren Alkoholgehalt. Wegen seiner geringeren Kohlensäure ist es besonders süffig. Die Mengeneinheit ist „die Maß“, also ein Liter Bier, der zum Preis zwischen 8,30 und 8,90 Euro zu haben ist.

Die typische „Wiesn“-Tracht umfasst das klassische Dirndl sowie die Lederhose und den Trachtenhut mit Gamsbart. Mit der „Wiesn“-Tracht demonstrierten die Besucher vor 200 Jahren ihre Zusammengehörigkeit zum damals noch jungen Königreich, während heute mit der Tracht eher Heimat- und Traditionswerte verbunden werden.

Zum größten Volksfest der Welt pilgern jährlich mehr als 6 Millionen Besucher aus allen Herren Ländern. Entsprechend hektisch, laut und stickig geht es in den Festzelten zu, insbesondere abends und an den Wochenenden. Ohne Tischreservierung geht dann leider gar nichts! Eigentlich schade, da das originäre Oktoberfest wirklich seinen eigenen Charme hat.

Unser Tipp: Die „Wiesn“ wochentags schon zwischen 10 und 11 Uhr besuchen und bis ca. 16 Uhr bleiben. Zu dieser Zeit sind auch die besten Plätze in den Festzelten zu haben, die Festkellnerinnen noch nicht gestresst und die Maß kann in aller Beschaulichkeit zum Schweinsbraten oder Wiesn-Hendl genossen werden. Anschließend gestattet die Fahrt mit dem Riesenrad bei gutem Wetter eine grandiose Aussicht auf die Münchner Skyline und die Alpen. Wenn’s etwas intensiver werden soll, empfehlen wir eine Übernachtung in einem einfachen Hotel in Bahnhofsnähe (bitte frühzeitig buchen!).

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