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Schlafen Sie gut !

Ein guter Schlaf ist wichtig für fast alle Körperfunktionen. Die Schlafphase, in der der Parasympathikus gegenüber dem Sympathikus dominiert, ist der Gegenspieler zur Wachphase. Im Schlaf nimmt der Parasympathikus vielfältigen Einfluss:

1. Entspannung pur

Der Entspannungseffekt kann an der Herzfrequenz abgelesen werden, die nachts von ca. 75 auf 50 Schläge pro Minute abfällt. Dadurch kommt der „Herzmotor“ zur Ruhe. Ebenso erholen sich die Nerven in den Schlafperioden. Sie kennen das Phänomen, dass Sie tagsüber durch nichts aus der Ruhe zu bringen sind, wenn Sie sich in der Nacht vorher gut ausschlafen konnten. Selbst die tagsüber angestrengten Muskeln werden nachts völlig locker, weil sie im Schlaf keine Stütz- und Bewegungsfunktion einnehmen müssen.

Die Nacht (Quelle: Microsoft)

2. Notwendige Reparaturen

Im Schlaf werden Reparaturarbeiten von Schäden durchgeführt, die tagsüber durch die sympathische Aktivität und Umwelteinflüsse verursacht wurden. Vom gesunden Schlaf profitiert besonders die Haut, in der die Spuren der freien Radikale beseitigt werden und das Flüssigkeitsniveau normalisiert wird. Ein erholsamer Schlaf macht deshalb „faltenfreier“.

3. Inneres Wachstum

Während des Schlafens werden im Unterbewusstsein viele Tageseindrücke bewertet und im Gehirn abgespeichert. Es ist erwiesen, dass ein guter Schlaf die Gedächtnisfunktion verbessern kann. Schließlich wird während des nächtlichen Schlafens auch das Wachstumshormon STH ausgeschüttet, das für den Neuaufbau und die Regeneration von Zellen verantwortlich zeichnet.

4. Wie viel Schlaf braucht der Mensch?

Der mittlere Zeitbedarf für einen gesunden Schlaf wird mit 8 Stunden angenommen, wobei eine beträchtliche Variabilität zwischen den einzelnen Individuen besteht. Auf jeden Fall sind weniger als 5 Stunden Schlaf unphysiologisch. Der Schlaf ist jedoch kein homogener Ruhezustand, vielmehr werden im Schlaf periodisch die Intensitätsphasen A bis E durchlaufen: Am tiefsten ist der Schlaf in der Phase A, am flachsten in der Traumphase E, in der es zu schnellen Augenbewegungen kommt (REM-Schlaf von „rapid eye movement“).

5. Einschlaftipps

Kein Abendsport

Vermeiden Sie spätabendlichen Sport, denn die körperliche Anstrengung macht Sie wieder richtig wach.

Opulentes Essen meiden

Am besten nehmen Sie Ihr Abendessen vor 19.00 Uhr zu sich. Dann hat der Körper ausreichend Zeit für die Verdauung. Spätes und zu reichliches Essen bringt Sie um den notwendigen Schlaf.

Einschlafrituale

Mit einem Abendritual können Sie dem Körper den bevorstehenden Schlaf signalisieren. Als Rituale eignen sich ein gutes Gespräch, eine Tagesbilanz mit Vorbereitung des nächsten Tages sowie natürlich Entspannungsmusik.

Schlaftrunk

Es ist ein Irrtum, dass Alkohol schlaffördernd sei. Ein Glas Rotwein hilft zwar zum Einschlafen, nicht jedoch zum Durchschlafen. Wenn man tagsüber unter Druck steht und dennoch nachts gut schlafen möchte, hilft folgende Kräuterteemischung: 100g Melissenblätter, 40g Orangenblüten (Pomeranzenblüten), 40g Hagebutteblüten mit Samen und 20g Hibiskus. Setzen Sie hiervon einen Esslöffel mit einem ¼ Liter siedendem Wasser auf und lassen Sie den Aufguss für 10 Minuten ziehen. Eine Tasse von diesem Tee garantiert einen guten Schlaf.

 

Literaturempfehlung: Zulley J: Mein Buch vom guten Schlaf. Verlag Zabert Sandmann. München 2005

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